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| Moses Lamidi wusste sich nicht nur in dieser Szene im Zweikampf durchzusetzen. |
10.07.2008
„Ich war richtig überrascht, wie frisch wir sind“
Der hochverdiente 2:1-Sieg der Borussen gegen Armina Bielefeld sorgte bei Trainer Jos Luhukay für gute Stimmung.
„Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit dem, was ich in den 90 Minuten gesehen habe. Das ist umso erfreulicher, wenn man bedenkt, wie hart die Trainingsbelastungen derzeit sind“, so der Trainer der Borussia. Er weiß, „welchen positiven Einfluss solche Siege auf Stimmung und das Selbstvertrauen haben.“ Gerade, wenn es in den weiteren Vorbereitungsspielen unter anderem noch gegen Gegner wie West Bromwich Albion (16. Juli in Goch, 18.30 Uhr), den SC Heerenveen (23. Juli in Rheydt, 17.30 Uhr) und den FC Valencia (02. August im Borussia-Park, 15.30 Uhr) geht.
Was die Mannschaft den 5000 Zuschauern im „Stadion Mindener Straße“ in Bad Oeynhausen im Spiel gegen Armina Bielefeld bot, überzeugte nicht nur die Fans der Borussia. Hatten sie doch eine erfrischend offensive Leistung der Gladbacher gesehen, der es gelang, dabei auch spielerisch zu glänzen. Dabei agierte die Mannschaft in beiden Halbzeiten erneut mit zwei defensiven Mittelfeldspielern vor der Abwehr. Beide Paare, Patrick Paauwe und Sebastian Svärd in der ersten, sowie Gal Alberman und Sascha Rösler in der zweiten Halbzeit, hinterließen einen guten Eindruck. Weiterhin offen ist auch der Kampf um den Platz hinten rechts in der Viererkette. Tobias Levels und erstmals Steve Gohouri kamen auf dieser Position zum Einsatz. Aber auch Sebastian Schachten macht sich noch Hoffnungen in diesem Rennen.
Wie fordernd das Trainingslager in Bad Lippspringe tatsächlich ist, konnte Sascha Rösler nach dem Spiel bestätigen: „Die Arbeit ist schon hart momentan. Mann macht halt auch viel ohne Ball, der läuferische Aspekt steht einfach im Vordergrund. Da ist es schön, mal wieder Fußball zu spielen.“ Dies gelang den Borussen deutlich besser als dem Gegner aus Bielefeld. Ein Umstand, den der Arminen-Coach Michael Frontzeck mit dem etwas anderen Stand der Vorbereitung erklärte: „Wir waren etwas müder, weil wir schon länger im Training sind und noch harte Einheiten in den Knochen haben.“
Bleibt die Frage nach der Leistung von Borussias Neuzugängen. Trainer Luhukay war mit den in der zweiten Halbzeit eingesetzten Neulingen zufrieden: „Man hat gesehen, dass alle vier ihre Qualitäten hinzufügen.“ So zeigte Karim Matmour wie schon im Testspiel gegen Wegberg-Beeck seine Sprintstärke und technische Klasse. In einer Szene konnte er nur durch ein Foul gebremst werden, bei dem es auch Strafstoß hätte geben können. Jan-Ingwer Callsen-Bracker überzeugte zusammen mit Filip Daems in der Innenverteidigung. Auf der linken Abwehr-Seite wusste Jean-Sebastién Jaurès mit einigen Vorstößen zu gefallen und Mittelfeldmann Alberman zeigte mit seiner Ruhe und Übersicht, wie wichtig er für diese Mannschaft werden kann.
Festzuhalten bleibt auch, dass der Erlös der Benefiz-Veranstaltung, immerhin 25.000 Euro, der Kunstherz-Forschung zu Gute kommt. Insgesamt also wirklich ein gelungener Test in dieser frühen Phase der Saison.